Ich habe gerade eine Karte geschenkt bekommen und ich kenne niemanden, der aus Braunschweig hinfährt. Das darf doch nicht wahr sein, das darf doch nicht wahr sein.
Hier das Line-Up:
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Oh Gott, und Parov Stelar legt auch auf. Passenger! Kalkbrenner! Ben Howard! Sigur Ros! Max Herre! City and Colour (der Sänger meines inoffiziellen Beerdigungssongs)! Ich bin so aufgeregt, mein Herz ey. Fährt da bitte jemand mit mir hin? Ich habe Angst allein im Zelt.
17.06.2013
Eine halbe Million!
Ich habe, laut Chef, den Klickrekord unserer Homepage für ALLE Ewigkeiten aufgestellt - die Holi-Ticker/Artikel samt Bildergalerien generierten fast eine halbe Million Klicks, das sind mehr als 50 Prozent aller Klicks auf der Homepage - Wahnsinn. Dementsprechend wurde ich heute gefeiert und mein Arbeitstag begann so :)
Also darf ich mich heute mit einer Nachdrehe, aka Bilanz beschäftigen. Feinstaubbelastung? Werden wir alle sterben? Was sagt die Polizei? Was sagt die Verkehrs-AG? Wie sieht die Bilanz der Veranstalter und überhaupt der Bürgerpark aus? Diggin in the dirt, baby. Over and out.
15.06.2013
Wochenenddienst
Auch so kann ein Arbeitstag bei mir aussehen. Schön, dagewesen zu sein ohne horrende Eintrittssummen bezahlt zu haben. Würde ich nochmal hingehen? Definitiv nein. Die Veranstaltung - älter als 25 war ungefähr niemand, soweit ich das überblicken konnte - sieht auf Bildern geil aus, ja. Und während sich die Hälfte meiner Timeline bei Facebook gerade neue Profilbilder in blau/gelb/grün/pink anlacht, bin ich froh, zwei Mal heiß geduscht und die ganze Scheiße wieder von meinem Körper abgeschrubbt zu haben. Es (Talkum) war überall: Nase, Haare, Augen (Kontaktlinsen!). Mit der Go Pro HD-Kamera sollte ich mich beim zweiten Farbwurf (den ersten habe ich noch komfortabel von der Bühne aus gefilmt) in die Meute gehen und mittendrin statt nur dabei spielen. Nach zwei Sekunden ist die ganze bunte Farbe braun und wirklich viele Leute um mich herum haben einen Hustenanfall bekommen. Mein Hals ist auch noch gereizt. Soviel zum Coolnessfaktor. Wer nicht dabei war, muss nicht traurig sein. Mecker, mecker, mecker, Lisa.
Andererseits soll mein Bericht auch nicht zu negativ klingen, schließlich hatte ich meinen Spaß und, von der Bühne aus sicherem Abstand betrachtet, sah der Farbwurf schon sehr cool aus. Aber jede Stunde? Einer hat gereicht. Musik hat gefetzt.
Danke dafür, Journalismus, dass mir jede Tür geöffnet wird, durch die ich schreiten möchte. Hier noch ein paar Fotos und jetzt endlich, um 22 Uhr: Wochenende! :)
Ps: Ich danke dem Typen von den Jägerettes, dass er mir seine Kontaktlinsenlösung geliehen hat - ohne die? Oh man oh man.
Pps: Das Schönste kommt zum Schluss: Auf dem Rückweg aus der Redaktion strahlte ein wunderschöner Regenbogen über Braunschweig, von dem die Festivalkinder wahrscheinlich gar nichts mehr mitbekommen haben im Rausch der Farben. Dieser Regenbogenmoment hat mich kurz innerlich seufzen lassen. Schöne Welt.
12.06.2013
30.05.2013
29.05.2013
weak.
One day we'll be old and think of all the stories that we could have told.
Ich weiß, die meisten Leute lassen sich von Musik eher berieseln als dass sie wirklich hinhören. Aber dieser Satz ist so wunderbar poetisch und sagt so viel aus, so melancholisch und so voll Liebe und Schönheit, das muss man doch mal sagen.
Ich weiß, die meisten Leute lassen sich von Musik eher berieseln als dass sie wirklich hinhören. Aber dieser Satz ist so wunderbar poetisch und sagt so viel aus, so melancholisch und so voll Liebe und Schönheit, das muss man doch mal sagen.
nölig.
Ich empfinde mein Leben momentan als eine Art Tunnel, durch den ich hetze, ohne zurückzuschauen und ohne Erholung. Gut, dass ich Ende der Woche für ein paar Tage auf andere Gedanken kommen kann. Ich möchte mich gar nicht beschweren, es gibt viel mehr Leute, die noch viel härter arbeiten, aber ich brauche Luft und die Puste geht mir ganz schön aus. Freitag war ich um 10 Uhr in der Redaktion, damit ich mein Pensum schaffe und noch eine Stunde Ruhe vor dem Ansturm auf das Großraumbüro habe. Am Nachmittag übernahm ich eine Aufgabe, die mich bis kurz nach 21 Uhr an meinem Schreibtisch festhielt. Danach raste ich nach Hause, kaufte schnell noch eine Flasche Wein, fuhr zu Freunden zum Grillen, dass ich nicht absagen wollte, obwohl mir vor Erschöpfung fast die Augen zufielen. Kaum dort gewesen, tat ein Glas Wein seinen Rest und der Weg ging nur noch zum Bett.
Am Wochenende hatte ich Besuch aus Hamburg, der fast ins Wasser fiel, weil jegliche Unternehmungen, die ich mir ausgemalt hatte, vom Regen davon gewischt wurden. Samstag feiern, laute Musik, viel Rauch, viel Alkohol, über die Stränge geschlagen, Sonntag mit Kopfschmerzen erwacht. Abends lud die Redaktion noch ins Kino zu Freier Fall ein, was ich nicht absagen konnte und auch nicht wollte. Der Film lohnt sich. Auch am Montag war ich wieder um 10 Uhr im Büro, um mich auf die Woche vor meiner Reise vorzubereiten und ein bisschen vorzuarbeiten. Durch den andauernden Regen musste ich nachmittags ins Hochwassergebiet, wo ich mit Anwohnern verabredet war, deren Häuser einen halben Meter hoch im Wasser standen. Ohne Gummistiefel watete ich also zwei Stunden durch die braune Plörre und war, als ich um 18 Uhr zurück in der Redaktion war, so durchgefroren, das ich mit dicken Socken rumlief - Anstand adé. Um kurz nach 21 Uhr hatte ich dann die Vor-Ort-Reportage zusammengezimmert und schickte sie online. Zuhause nahm ich bereits vorsorglich Zink-Tabletten, um einer Erkältung vorzubeugen und schlief nach ein paar Serienfolgen direkt ein, der Wecker klingelte um 6.30 Uhr, es ging nach Berlin, eine Gruppe Azubis bei einer Bildungsfahrt begleiten. Mauermuseum, Stasimuseum. 22 Uhr Rückkehr, Bett. Traumlos geschlafen, um 8 Uhr aufgestanden, um 10 Uhr gehe ich heute in die erste Konferenz. Um 20 Uhr bin ich mit Kollegen zum Essen verabredet, um über einige Pläne zu sprechen. Ich habe Kopfschmerzen, ich würde gerne absagen. Zeit für Schönes bleibt momentan so gut wie gar nicht. Einzig auf Donnerstagabend freue ich mich schon, Kino, Essen, Zweisamkeit.
Am Wochenende hatte ich Besuch aus Hamburg, der fast ins Wasser fiel, weil jegliche Unternehmungen, die ich mir ausgemalt hatte, vom Regen davon gewischt wurden. Samstag feiern, laute Musik, viel Rauch, viel Alkohol, über die Stränge geschlagen, Sonntag mit Kopfschmerzen erwacht. Abends lud die Redaktion noch ins Kino zu Freier Fall ein, was ich nicht absagen konnte und auch nicht wollte. Der Film lohnt sich. Auch am Montag war ich wieder um 10 Uhr im Büro, um mich auf die Woche vor meiner Reise vorzubereiten und ein bisschen vorzuarbeiten. Durch den andauernden Regen musste ich nachmittags ins Hochwassergebiet, wo ich mit Anwohnern verabredet war, deren Häuser einen halben Meter hoch im Wasser standen. Ohne Gummistiefel watete ich also zwei Stunden durch die braune Plörre und war, als ich um 18 Uhr zurück in der Redaktion war, so durchgefroren, das ich mit dicken Socken rumlief - Anstand adé. Um kurz nach 21 Uhr hatte ich dann die Vor-Ort-Reportage zusammengezimmert und schickte sie online. Zuhause nahm ich bereits vorsorglich Zink-Tabletten, um einer Erkältung vorzubeugen und schlief nach ein paar Serienfolgen direkt ein, der Wecker klingelte um 6.30 Uhr, es ging nach Berlin, eine Gruppe Azubis bei einer Bildungsfahrt begleiten. Mauermuseum, Stasimuseum. 22 Uhr Rückkehr, Bett. Traumlos geschlafen, um 8 Uhr aufgestanden, um 10 Uhr gehe ich heute in die erste Konferenz. Um 20 Uhr bin ich mit Kollegen zum Essen verabredet, um über einige Pläne zu sprechen. Ich habe Kopfschmerzen, ich würde gerne absagen. Zeit für Schönes bleibt momentan so gut wie gar nicht. Einzig auf Donnerstagabend freue ich mich schon, Kino, Essen, Zweisamkeit.
Ach, manchmal ist es wirklich zum Mäusemelken, diese Aneinanderreihung terminvollgestopfter, stressiger Tage rauben manchmal die Lust an allem, leider. Man wird lethargisch, unzufrieden und pampig. Ganz schön viele Baustellen im Kopf und Unwohlsein. Es kann nur bergauf gehen und schöne Zeiten werden kommen mit viel Genuss, Spaß, Sonne und Herzensangelegenheiten.
Schreiben als Ventil. So wehleidig bin ich eigentlich nicht, aber manchmal hilft ein bisschen Stöhnen und Mosern, um sich abzureagieren. Es ist auch anstrengend, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und grundsätzlich zu sagen: Alles ist okay. Manchmal ist eben nicht alles okay.
Schreiben als Ventil. So wehleidig bin ich eigentlich nicht, aber manchmal hilft ein bisschen Stöhnen und Mosern, um sich abzureagieren. Es ist auch anstrengend, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und grundsätzlich zu sagen: Alles ist okay. Manchmal ist eben nicht alles okay.
27.05.2013
Knietief in der Sch ...unter
Ich erzähle nicht viel von meinem Berufsalltag. Aber vielleicht beschreibt dieses Bild ganz gut, was ich ab und an so erlebe. Erst Bombenfund, dann Adels-Liveschaltung zum Schloss und jetzt Hochwasser - man möchte meinen, ich sei Reporter im Krisengebiet und nicht in der Stadt. Auch heute hat der Tag um 10 begonnen und Dienst war um 21 Uhr beendet. Morgen beginnt er gottseidank schon um 7.30 Uhr am Zob und endet um 22 Uhr mit der Rückfahrt aus Berlin. Aber mit so einem Hochwasserboot durch die Straßen von der Feuerwehr gefahren zu werden, die Anwohner in ihre vollgelaufenen Keller zu begleiten und ihre Geschichten zu erzählen, das ist einfach spannend und entschädigt für vieles. Nur eine Erkältung, die kann ich nun wirklich nicht kurz vor der Abreise gebrauchen.
22.05.2013
18.05.2013
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