06.07.2011

"Zweeje un drübn viere, des mocht sechse"

Seid heude morgn um neune bin ich vonne sächsische Bölizistn umjäbn. Die führn eine LGW-Gondrolle uff de Odobahn dursch un ich bin noch lange nich ferdisch mit dehne, wärds vor eense wohrscheinlich och nich seen. Soweid isses schon, doss ma sich vom Bragtigüm die Orbeit mit noch Hause nimm. Ober wänigstens gann ich in  Tschögginghöse orbeiten mit nor odentlischen Dasse Brüje danöbn - für mehr is lejder mömentan keene Zeid. Ich mache nämlisch gorade n Bragtigüm in nor DV-Brödügtiönsförma, mia brödüziern Fülme fürs Fennsähn. Min saubres Höchdeutsch scheint sich im Lofe de Stundn och janz schön veränderd zu habe un mia abhande gegomme zu seen - Dhema Linöliümimidat. Das meen ich joa nich göhässich öda sö,  habe doch meene zweej Ottnungswäschter scho ins Härz jeschlossn un schließlich wärdn mia joa heude Nocht och nochn boa schöne Stundn midnander verbringe. Ich muss jo die Däpes sichtn un die janzn Ö-Döne rausschreibe. Bin alsö dämendsprechen sehr einjebundn (n Dag prö Wöche Üni, droi Dage Bragtigüm ün een Dag Nebntschob - sö viel züm Dhema Briöridätn, mia habns jo nich leijscht als Stüdendn). Söbald ich wieda n normahln Dagesrhüthmus hobe un wieda normal spräschn gann, wirds hier wieda edwas bunda zujehn. Ün diesm Sünne, machenses gud für heude un bassense des näschte Mol uff, wennse eene Ottnungswiedrischgeit bejehn!
Un ollseids gude Fohrt, Grafdfohrer!



Kommentare:

Pablo hat gesagt…

Das ist sooo gut! :)
Schön zu sehen, dass du hier wirklich mit jedem neuen Eintrag, deine Geschichten immer noch besser verpacken kannst. :)

Der alte Herr hat gesagt…

Habe wirklich herzhaft gelacht beim Lesen. Das ist aber auch ein Dialekt...

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